Zwei Lebensschulen für den Alltag









Schülerfirma Grün und Hauswirtschaft und Familie


Das Projekt vermittelt im Rahmen zweier Module Fertigkeiten, die die
Grundlage sowohl für eine berufliche Tätigkeit als auch für ein selbständiges Leben
im Allgemeinen bilden. Gärtnerische Arbeiten nicht nur ausführen sondern umfassend begreifen und organisieren zu können steht im Focus der Schülerfirma Grün.
Hier geht es um sinnlich wahrnehmbare Erfahrungen, verknüpft mit praktischem Handeln und Lernen.

Fähigkeit und Wissen rund um alltägliche Haushaltsbewältigung werden insbesondere männlichen Schülern im Modul Hauswirtschaft und Familie nahe gebracht.

Der innovative Projektansatz spiegelt wieder, dass viel zu viele SchülerInnen
nicht mehr zu Hause und damit quasi nebenbei lernen, was neben fachlicher Ausbildung zur Bewältigung beruflicher wie alltäglicher Aufgaben gehört.


Im Modul „Hauswirtschaft und Familie“ durchlaufen die TeilnehmerInnen  verschiedene Handlungsfelder. Es werden, entweder in Kleinstgruppen oder
im Klassenverband, Impulse gesetzt, die eine höchst praxisrelevante Verbindung zwischen Lerninhalten und dem alltäglichen Leben herstellen. Dies wird sonst
so im Schulalltag eher nicht wahrgenommen.


Alle für einen Haushalt relevanten Tätigkeiten wie umweltfreundliches
Reinigen, Wäschepflege, kostenbewusstes Einkaufen, Kochen einfacher Gerichte
etc. werden praktisch durchgeführt. Beim Thema Hausstandsgründung
elektrisiert das große Thema Finanzen: Es geht um den Umgang mit Geld!
Das Kostenbewusstsein wird geschärft, Handyrechnungen und Schuldenfallen besprochen, Einnahmen und Ausgaben in Beziehung gesetzt und die Zusammensetzung von Brutto- und Nettolöhnen erfasst. Das Wissen über
die Funktion von Steuern, die Auswirkungen von „Schwarzarbeit“ und „Schwarzfahren“ machen die Verantwortung jedes einzelnen deutlich.


Die “Zwei Lebensschulen für den Alltag“  sind eine Antwort auf das Problem fehlender Ausbildungsreife und entsprechend reduzierter Chancen von Jugendlichen, nach der Schule auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie ergibt in der Gesamtheit der durchlaufenen Handlungsfelder eine „Schule für das Leben“ im besten Sinne.


In Kooperation mit dem Förderverein der Hermann-von Helmholtz-Oberschule